MTB-Etappenrennen im Erzgebirge, Prolog + 3 Etappen, 23.-26.07.26

Benedikt:
Der erste Versuch bei einem Etappenrennen im Gelände.
Cape Epic ist zu teuer, daher zog es mich in den Dunkelwald. Die überragende Traildichte und das superbe MTB-Revier war uns seit den Stoneman Miriquidi Ausflügen bestens bekannt.
Am ersten Tag ging es als Prolog zum Bergzeitfahren auf den Rabenberg. Nicht gerade mein Ding, aber dann doch besser gelaufen als gedacht. Mit Blutgeschmack und erstklassiger Laktatspülung fand ich mich mit Schnappatmung auf dem Rabenberg nach 16:51 min wieder. 

Leider war dann der zweite Tag mit der ersten langen Etappe ein Gebrauchter. Nach der ersten Runde hatte ich Probleme mit dem linken Oberschenkel und strich nach dieser die Segel, womit ich für die folgenden Etappen mit der einen bewältigten Runde auf Kurzstrecke gebucht war. Es war eine sehr schöne traillastige Strecke mit extrem anspruchsvollen Trails bergab und v.a. auch bergauf. Und wie auch beim Zeitfahren und am Ende der letzten Etappe wartete als Krönung des 3,5-4km langen letzten Anstiegs ein brutaler 20% Stich. Der hat mir an diesem Tag den Rest gegeben. 

Aber ab Tag 3 waren die Beine wieder da. Auf dieser sehr schnellen Etappe mit Schotterpassagen und schnellen Trails konnte ich in einem hart geführten Wettkampf eine 7er Gruppe für mich entscheiden und den 5. Platz der Masters 2 sichern. 

Als krönendes Finale gab es dann noch ein „best of“ der Trails rund um den Rabenberg. Auch hier hielt der Oberschenkel für die 30km und der 5. Platz Masters 2 war wieder meiner. Am Ende war ich in der Gesamtwertung auf dem leider in letzter Zeit zu oft erreichten 4. Rang. Mit Auge und direktem Fokus auf die Kurzstrecke wäre das Podium drin gewesen.

Lukas:
Zum Auftakt am Donnerstagabend bei kalten 12 Grad und Nieselregen ging es ins Bergzeitfahren. Trotz Bestwerten auf 15 Minuten landete ich irgendwo im Mittelfeld. Damit war klar, wie das Niveau hier die nächsten Tage werden sollte.

Die 1. Etappe wurde mit vielen anspruchsvollen Trails auf 2 Runden angekündigt und sie hielt das Versprechen komplett ein. Auf dem schnellen Schotterstück zu Beginn bis zum ersten Trail musste ich die Spitzengruppe ziehen lassen und reihte mich um Platz 20 ein. Von da an war ich viel alleine unterwegs und die Devise war mein Tempo zu finden und nicht zu überziehen. So dauerte es bis in die zweite Runde hinein bis vor mir wiedermal ein Konkurrent auftauchte. Durch konstantes Tempo konnten so noch 6-7 Leute überholt werden, die allesamt deutlich langsamer wurden in der zweiten Rennhälfte.

Die 2. Etappe in Johanngeorgenstadt ging über 4 Runden mit vielen schnellen Schotterwegen und zwei einfachen Trails. Nicht meine Idealvorstellung einer Strecke, aber das gehört dazu. Zu Beginn habe ich auch hier wieder die große Gruppe ziehen lassen müssen. Im Verlauf der ersten Runde fand sich dann aber eine homogene Gruppe aus 5-6 Leuten die bis zum Ende der dritten Runde zusammenblieb. In der letzten Runde konnte ich mich dann Stück für Stück absetzen. Im Gesamtklassement ging es allerdings 3 Plätze nach hinten.

Die 3. Etappe über 2 Runden fand erneut rund ums Trailcenter Rabenberg statt, was wieder ein Trailfeuerwerk bedeutete.
So dauerte es nach dem ersten Trail nicht lange bis sich eine 9er Gruppe zusammenfand, die ich gerade so halten konnte. Bis zur Verpflegung zu Beginn der zweiten Runde blieb die Gruppe beisamen. Nach und nach wurde die Gruppe anschließend immer kleiner und ich konnte mit zwei Mitstreitern in den langen Schlussanstieg inkl. Trailuphill und 20% Rampe direkt vor dem Ziel gehen. Im Trail berghoch konnte ich das Tempo nicht ganz mitgehen und musste abreißen lassen.

Fazit: Dreimal durchweg konstante Leistung bringen können, sehr gut durchgekommen, Ziel erreicht.

Unser erstes Etappenrennen war auf jeden Fall eine Reise und Erfahrung wert!
Super Wettkampf mit Top Organisation auf perfekten Trails und anspruchsvollen Anstiegen. Echtes Mountainbiken.

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