Ötztaler Radmarathon 30.8.26 (225 km, 5500 hm)

„I have a dream“ – so lautet das Motto des legendären Ötztaler Radmarathons. Zur 45. Ausgabe träumten 4 Schwäne von 4 Alpenpässen, 227 Kilometern und 5.500 Höhenmetern: Jens, Christopher, Christian und Steffi. Für Jens war es das Debüt, die anderen drei gingen als Wiederholungstäter ins Rennen. 

Vom Start in Sölden weg bis Oetz lautete die Devise: Körner sparen. Anschließend ging es darum, das Kühtai mit kontrollierten Wattwerten zu fahren.

Während dort einige Fahrer bereits deutlich investierten, ließ sich Jens nicht mitreißen und blieb konsequent bei seinem eigenen Tempo. Auch Christopher, Christian und Steffi – mittlerweile waren alle Teammitglieder getrennt unterwegs – fuhren diesen ersten Pass mit 18 km und 1200 hm stabil in ihrer angepeilten Pace. Der Empfang auf der Passhöhe schließlich war sensationell und stand der Stimmung bei einem TdF-Pass in nichts nach! 

In der Abfahrt Richtung Innsbruck machte Jens 93 Plätze gut und fand anschließend eine starke Gruppe für die Passage über den Brenner. Christian und Steffi fuhren die Abfahrten eher defensiv und weniger ambitioniert, eine wirklich passende Gruppe für den Brenner wurde von den anderen drei Schwänen leider diesmal nicht gefunden. Zum Reserven schonen für den herausfordernden weiteren Teil vielleicht aber nicht das Schlechteste. 

Auch am Jaufenpass (15,5 km, 1130 hm) waren die Beine aller Schwäne weiterhin frisch. Jens fuhr erneut ein gleichmäßiges und konstantes Tempo und konnte weitere 101 Plätze gutmachen. Bei Christopher rollte es auch sehr gut, er nahm auf der zweiten Hälfte bewusst etwas Druck heraus, um am Timmelsjoch noch frisch zu sein. Er, Christian und Steffi holten auf diesem Anstieg ebenfalls etliche Plätze auf. 

Nach der Abfahrt und der letzten Verpflegungsaufnahme in St. Leonhard galt es, die letzte „harte Nuss“, das Timmelsjoch in Angriff zu nehmen. Bei diesem Schlussanstieg mussten 1724 hm auf 29 km bewältigt werden. In den ersten 90 Minuten hielt Jens konstant die angepeilten Werte und lag damit auf Kurs für eine Zeit unter 8:30 Stunden. Erst in der letzten halben Stunde musste er die Leistung, auch aufgrund von Kreislaufproblemen, um rund 20 Watt reduzieren.

Die Marke von 8:30 Stunden wurde am Ende mit 8:31:32,9 nur denkbar knapp verpasst. Dennoch war es ein sehr erfolgreiches Ötztaler-Debüt: Platz 490/AK 227., bestens vorbereitet, taktisch diszipliniert und über weite Strecken äußerst konstant gefahren.

Bei Christopher lief es über weite Teile des Timmelsjochs super, bis am Ende des Flachstückes Krämpfe in beiden Beinen einsetzten, die eine gewisse Standzeit zur Folge hatten. Dennoch schaffte er es, noch alle verfügbaren Kräfte zu mobilisieren, um am Ende in einer Zeit von 9:28:31,5 unter seinen anvisierten 9:30 Stunden zu bleiben, und sich den 1114. Platz (AK 464.) zu sichern.

Christian hatte am letzten Pass bis zur Labestation Schönau noch gute Beine, danach wurde der weitere Anstieg zu einer etwas schmerzhafteren Angelegenheit, wenn auch dieses Mal glücklicherweise ohne Krämpfe und außerplanmäßige Standzeiten. Bei der Zielankunft in Sölden standen 10:44:18,1 auf der Uhr (Platz 2118, AK 853.).

Steffi konnte, im Gegensatz zu ihrem Debüt, dieses Mal ihre Kräfte besser einteilen und pedalierte das Timmelsjoch mit stabiler Leistung und ohne Beinkrämpfe nach oben. Die Ziellinie in Sölden überquerte sie in einer Zeit von 11:21:46,3 als 222. Frau (AK 75.).

Alles in allem: Ein denkwürdiger Tag im Sattel für die vier Schwäne, alle mit ihrer persönlichen Leistung zufrieden, das Ganze bei bestem Radwetter – Traumerfüllung x 4! 

Bilder: privat & sportograf.com

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