Glück und Pech rund um den Feldberg

Frankfurt-Eschborn 01.05.2019 (100 km Strecke)

Bei perfektem Rad-Wetter könnte die Skoda-Velotour dieses Jahr mit über 6.300 Teilnehmern einen neuen Rekord aufweisen.

Auch wir waren mit 5 Schwänen beim Klassiker am 1.Mai wieder dabei. Für Claudius, Christoph, Paul, Norbert und Oliver war es selbstverständlich, erneut die Extrem-Strecke in Angriff zu nehmen. Der Veranstalter hatte die Strecke im Vergleich zum Vorjahr nochmal etwas verändert, so ging es zu Beginn erneut rasant durch die Häuserschluchten der Frankfurter Innenstadt inklusiver einer Schleife über die Mainbrücken, die Strecke zum Feldberg wurde um ca 10km verkürzt, um dafür nochmal zusätzliche ca. 250 Hm auf der zweiten Hälfte der Strecke einzubauen. In Summe standen somit 100km und 1700 Hm auf dem Programm.

Aufgrund der guten Vorjahresergebnisse standen wir diesmal fast komplett im 1.Startblock und konnten uns nach dem Start um 8.45 Uhr direkt in der ca. 200 Fahrer starken Spitzengruppe festsetzen, bei der die bekannten überregionalen Jedermann-Teams vorn wieder ein hohes Tempo anschlugen, um ihre Podiumskandidaten für den Feldberg in Stellung zu bringen.

Einige Kilometer davor kam es bei einer Engstelle zu einem Sturz in dieser Gruppe, bei dem glücklicherweise Paul, Claudius und Christoph verschont blieben, Oliver aber darin verwickelt wurde und auch zu Fall kam. Einige Fahrer mussten das Rennen an dieser Stelle schon aufgeben. Oliver setzte das Rennen unmittelbar fort, allerdings stellte sich heraus, dass aufgrund eines deutlichen Seitenschlags im vorderen Laufrad, verursacht durch den Bruch einer Speiche, eine echte Wettkampftauglichkeit nicht mehr gegeben war. Die Scheibenbremse stellte sich hier als echter Vorteil heraus und ließ ein Weiterfahren überhaupt nur zu.

In Erinnerung bleiben für uns alle auch dieses Mal die Anspannung in der ersten Stunde, das Fluchen, das Glück oder Pech und der Geruch nach heißem Bremsbelag.

Im Feldberg zeigte Claudius eine bärenstarke Leistung erreichte den Gipfel innerhalb der ersten 20 Fahrer auf unserer Strecke. Nur eine sehr kleine Gruppe mit dem späteren Sieger hatte sich etwas absetzen können. Er fuhr das Rennen auch danach sensationell druckvoll weiter, übertraf seine Vorjahresergebnisse deutlich und erreichte verdientermaßen auch eine Top-Platzierung im starken Fahrerfeld.

Norbert, der aus Block 3 gestartet war, begann nun im bergigen Teil der Strecke seine Aufholjagd. Oliver musste aufgrund des Defekts deutlich Speed herausnehmen und speziell in den kurvigen Abfahrten leider viele Gruppen ziehen lassen.

Paul und Christoph unterstützen sich gegenseitig und fuhren in einer der vorderen Gruppen fast das gesamte Rennen gemeinsam. Im ersten Drittel des Feldberges fuhr Christoph nach vorne weg, im zweiten war der Abstand konstant und am Ende kam Paul wieder näher. Letzten Endes stand für beide die auf die Sekunde gleichen Zeit zu Buche.

Bei Christoph war der erst verheilte Schlüsselbeinbruch noch etwas präsent und damit ging es bei ihm eher zurückhaltend in die Abfahrt, bei Paul nur unwesentlich schneller. Im Tal waren sie jedenfalls wieder in der selben großen Gruppe. Danach ging es im Pulk dahin, bis sich am Mammolshainer Stich folgendes ereignete: Christoph erinnerte sich, dass er ein sauguter Radfahrer ist und ist das Ding mit Frequenz und Power hochgefahren. Paul erinnerte sich, dass er mal besser mehr gegessen und getrunken hätte. Die Lücke war da und wurde bis ins Ziel auch nicht mehr kleiner. Mitgekommen wäre Paul übrigens an der Stelle auch mit bester Ernährung und Strategie nicht. War schon ein super Antritt.

In jedem Fall aber verhalf uns allen eine erneut große und laute Zuschauerkulisse und eine bunt bemalte Straße, hier nochmal richtig zu beißen, diese über 20% steile Rampe zu bezwingen und dann glücklich ins Ziel abzufahren.

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Claudius erreichte eine extrem starken 27.Platz in der Gesamtwertung (12.Platz AK), Christoph wurde Gesamt-102. (34. AK) und Paul -129. (37. AK). Auch Norbert und Oliver erreichten das Ziel deutlich unter 3 Stunden als 420. (49.Ak) bzw. 440. (108. AK) unter den insgesamt ca. 2.800 Finishern der 100km Strecke.

In der Teamwertung landeten wir auf einem guten 14. Rang unter 124 registrierten Teams.

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