Da haben wir unseren Traum! Eine Rückschau

Ötztaler Radmarathon 27.08.2017 (230 km, 5200 hm)

04:30 Uhr: Da saßen wir also, die 6 Fahrer des Swan Racing Teams, pünktlich, so wie es vom Präsi befohlen war, beim Frühstück. Wenn man es so nennen kann. Es wurden sämtliche Tricks versucht, Marmelade gegen Nutella abgewogen und sich schließlich für beides entschieden. Essen bevor der Hunger kommt lautet schließlich die Devise! Auch Ingwer stand an diesem Morgen hoch im Kurs und schwamm hochkonzentriert in den Tassen.

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05:10 Uhr: Abfahrt vom Hotel in Längenfeld nach Sölden. Wieder alle pünktlich. Sonderlob vom Präsi!

06:00 Uhr: Ankunft in der Startaufstellung. Leider nicht ganz pünktlich. Der Plan des aktiven Anstellens wurde durch die routinierte österreicherische Organisation zu nichte gemacht. Ein Platz irgendwo im Mittelfeld der 4300 Starter war die Folge. Suboptimal!

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06:45 Uhr: Startschuss zum Rennen, zumindest für Startblock 1. Die Schwäne flogen 7 (!!) Minuten später über die Startlinie. Zum Glück zählt die Nettozeit!

07:20 Uhr: Gemeinsame Einfahrt ins Kühtai. Die allseits geführchtete Abfahrt nach Ötz heil und vor allem sauschnell gemeistert. Gefühlte 100.000 Fahrer überholt, auch wenn es wahrscheinlich nur 1000 waren. Swan Racing Teamwork at its best. Jahrelanges gemeinsames Training und blindes Verständnis zahlte sich aus!

Hier trennten sich unsere Wege. Martin, Simon und Max fuhren gemeinsam zügig, aber kontrolliert Richtung Gipfel. Benedikt, Hauke und Oliver beschlossen, ab hier ihr eigenes Tempo zu fahren, um genug Kräfte für die noch kommenden Pässe zu sparen. Kühtai, Brenner, Jaufen und Timmelsjoch lauteten die Prüfungen des Tages.

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Das Trio schaffte es, wie geplant bis zur Mitte des Timmelsjoches zusammen zu bleiben. Unterwegs wurden Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt (120 km/h) und nebenbei die 6. schnellste Zeit des Tages am Brenner-Pass gefahren.

Ab der Verpflegung in Schönau auf ca. der Häfte der Strecke zur Passhöhe auf 2480 m fuhr dann jeder sein eigenes Rennen. Geplagt von Blutzuckerirrungen, Magen- und Muskelkrämpfen hieß es hier noch einmal an die Schmerzgrenze und darüberhinaus zu gehen. Durch den Bogen am Gipfel (verleiht Flügel!), ab in die Abfahrt, den Gegenhang zur Mautstation weggedrückt und hinunter nach Sölden! Am Ende waren es Zeiten um die 8 h für alle drei.

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Benedikt hielt derweil am Jaufenpass ein nettes Pläuschchen mit der österreicherischen Rad-Prominenz a.D., nachdem diese ihn beinahe vom Rad gefegt hatte (Anfahren am Berg mit Wampe ist halt auch schwieriger als ohne!), sich diesbezüglich aber recht uneinsichtig zeigte. Von diesem Geschmarri unbeeindruckt, gab er die passende Antwort, ließ die Kollegen hinter sich und zog seine Pace bis ins Ziel in klar unter 9 h durch!

Auch Hauke und Olli kämpften sich – trotz wiedriger Bedingungen in der direkten Wettkampfvorbereitung auf Insel und Schiff – durch alle Gemeinheiten, die die Strecke zu bieten hatte. Am Ende waren es starke Zeiten deutlich unter 09:30 h bzw. 09:45 h für beide!

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17:00 Uhr: Gemeinsames Zielfoto. Alle erschöpft, aber glücklich! Alle schnell genug, um trocken geblieben zu sein. Alle am Ende unter den besten 30 % aller Starter! Und das im stärksten Feld aller Rad-Marathons. Dabei sprang dann auch noch ein 18. Platz in der Teamwertung heraus!

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Fazit: Top Veranstaltung! Tolle Strecke, super Organisation. Aus Startblock 1 und mit persönlicher Verpflegung an der Strecke ist das nächste Mal noch mehr drin!

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Ergebnisse:

Maximilian Römmelt 155. (75. AK) 07:57 h

Martin Axtner 193. (91. AK) 08:03 h

Simon Strobel 201. (97. AK) 08:04 h

Benedikt Strobel 658. (359. AK) 08:56 h

Hauke Rensing 1059. (591. AK) 09:27 h

Oliver Stiegen 1313. (744. AK) 09:42 h

 
Fotos: sportograf.de sowie privat
 

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