Alpenbrevet 2016

Ein Tag in den Schweizer Alpen

Zum Abschluss der Radmarathonsaison 2016 stand am 27.08.2016 mit dem Alpenbrevet noch ein schweizerisches Schmankerl auf dem Programm.

Ein Klassiker unter den Alpenmarathons. Herrliche Landschaften und gnadenlose Anstiege. Das Schönste und gleichzeitig Härteste, was man sich in Sachen Alpenmarathon aussuchen oder besser gesagt antun kann.

Benedikt, Hauke, Max, Simon und Steffi waren für das Swan Racing Team am Start!

Einrollen am Vortag bei herrlichem Wetter

Einrollen am Vortag bei herrlichem Wetter

Das Wetter versprach einen nahezu wolkenlosen Sommertag mit außergewöhnlich heißen Temperaturen. Keine 8 Grad und Regen? Besser wird es nicht mehr, dachten sich Simon und Max und entschieden sich dazu, den kompletten Tag auf dem Rad verbringen zu wollen. Doch dazu später mehr.

Gute Laune vor dem Start!

Gute Laune vor dem Start!

Um 6:45 Uhr ging es geschlossen in Meiringen los und die Schwäne machten das Tempo in der zweiten Gruppe am ersten Pass des Tages, dem Grimsel. Mit 26 km Länge kein leichter Einstieg, aber die Berglandschaft in der Morgensonne: einfach grandios.

Nach einer kurzen, tatsächlich noch etwas frischen Abfahrt stand auch schon der Nufenenpass an. Auch hier konnten Bene, Max und Simon bis auf den Gipfel mit 2400hm ihr Tempo zusammen durchziehen, Hauke und Steffi im eigenen Tempo etwas dahinter. Nach einer weiteren schnellen Abfahrt trennten sich dann die Wege. Während Bene, Hauke und Steffi bei km 86 in Airolo direkt den Gotthard-Pass in Angriff nahmen, ging es für Max und Simon weiter sanft bergab auf der Platin-Runde bis Biasca bei km 125 und ca. 300 m.ü.M., dem Einstieg in den Lukmanierpass.

 

Mit seinem legendären Kopfsteinpflaster war der Gotthard eine große Herausforderung für unsere drei Gold-Schwäne. Der Anblick dieses grandiosen Bauwerks entschädigte jedoch für so einige Qualen.

 

Währenddessen haderten Simon und Max erstmals mit der Entscheidung für die Platin-Runde. Und das Verb „hadern“ könnte man als eine dezente Untertreibung bezeichnen: der 40km lange Anstieg hinauf zum Lukmanier stellte sich als eine der größten, jemals auf dem Rad durchlebten Qualen heraus. Sengende Hitze, nichts mehr zu trinken in den Flaschen und immer noch gut 15 km bis zum Gipfel. Zum Glück war der Brunnen am Straßenrand keine Fatamorgana.

Oben angekommen mussten sich die beiden bei Cola, Schoki, Käsebrot und Lebkuchen erstmal wieder sammeln. Schlimmer kann es nicht mehr werden, dachten sie und erneut ging es ab ins Tal zum Fuß des Oberalp-Pass, der sich glücklicherweise als der angenehmste des Tages herausstellte.

 

Schließlich trafen sich Gold- und Platinstrecke wieder in Andermatt, um dann den Sustenpass als die letzte Hürde des Tages in Angriff zu nehmen.

Und der war mit seinen 17 km noch einmal ein richtig harter Brocken. Eine nicht enden wollende Gerade mit dem ständigen Blick auf das, was noch vor einem lag. Die Beine müde, die Blicke leer. Ein einziger Kraftakt und schließlich Triumph des Willens über den Körper.

Die schönste Abfahrt des Tages hinunter ins Ziel in Meiringen ließ die Schmerzen des Tages fast schon wieder vergessen machen: geschafft!

 

Im Ziel.

Geschafft!

Alpenbrevet Gold: 4 Pässe, 172 km, 5294 hm

Benedikt Strobel, Hauke Rensing, Steffi Djalek

Alpenbrevet Platin: 5 Pässe, 276 km, 7031 hm

Simon Strobel, Maximilian Römmelt

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